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 Ausgabe 1 (2004)

Dermopharmazie aktuell
Problem in der Therapie von Fußmykosen

Die erforderliche Therapiedauer wird oft nicht eingehalten


Hohe Wirksamkeit und kurze Therapiedauer — dies sind die wichtigsten Eigenschaften, die sich Menschen mit Fußpilz von einem idealen topischen Antimykotikum wünschen. Dies ergab eine im Mai 2004 vom Berliner forsaInstitut durchgeführte Befragung von 1.000 repräsentativ ausgewählten Personen, die in den letzten 12 Monaten an einer Fußmykose erkrankt waren. Außerdem machte die im Auftrag der Firma Novartis Consumer Health GmbH durchgeführte Umfrage deutlich, dass topische Antimykotika sehr häufig nicht lang genug angewendet werden.
82 Prozent der von forsa befragten Personen wünschen sich zur Fußpilzbehandlung ein Mittel, das eine effektive Heilung bewirkt. Für ebenfalls 82 Prozent ist es wichtig, dass das Mittel den verursachenden Erreger nicht nur im Wachstum hemmt, sondern ihn abtötet, also fungizid wirksam ist. 74 Prozent der Befragten erwarten von ihrem Antimykotikum ein rasches Abklingen der Symptome, und 73 Prozent halten einen Schutz vor einem Wiederauftreten der Erkrankung, also ein geringes Rezidivrisiko, für wichtig.

Therapie soll nicht
sehr zeitaufwendig sein

Der Trend bei der Therapie von Interdigitalmykosen hin zur einmal täglichen Anwendung über immer kürzere Zeiträume entspricht dem Wunsch der Verbraucher: 49 Prozent der befragten Personen bevorzugen eine einmal tägliche Anwendung, während nur 42 Prozent eine zweimal tägliche Anwendung akzeptieren. Häufigere Anwendungen am Tag, die sich nicht mehr mit vergleichsweise geringem Aufwand in die morgendliche An- und die abendliche Ausziehroutine einfügen lassen, werden dagegen klar abgelehnt.

Der Wunsch der Betroffenen, den Zeitaufwand für die Behandlung möglichst gering zu halten, spiegelt sich auch in den Befragungsergebnissen zur idealen Therapiedauer wider: Diese liegt für 53 Prozent der Befragten bei einer Woche. Eine Anwendung von bis zu drei Wochen akzeptieren dagegen nur 29 Prozent, während gar nur 14 Prozent eine Anwendung von vier Wochen oder länger tolerieren.

Erforderliche Therapiedauer
wird oft nicht eingehalten

Das Bedürfnis nach einer möglichst kurzen Therapiedauer wurde auch bei der Frage deutlich, wie lang ein zur Behandlung eingesetztes Präparat tatsächlich angewendet wurde. So beendeten 30 Prozent der Verwender eines Terbinafin-haltigen Präparates die Therapie vorzeitig, obwohl diese Präparate bei Interdigitalmykosen nur eine Woche lang angewendet werden müssen.

Noch wesentlich ungünstiger war das Ergebnis bei den Azolderivaten: Hier hielten 63 Prozent der Verwender eines Bifonazol-haltigen und sogar 77 Prozent der Verwender eines Clotrimazol-haltigen Präparates die erforderliche Anwendungszeit von drei beziehungsweise vier Wochen nicht ein. Diese Befragungsergebnisse machen deutlich, dass auf dem Gebiet der Fußpilztherapie noch ein erheblicher Aufklärungsbedarf besteht. (jk)

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