Suchen | Feedback | Inhalt | English
 
 
Organ der
 

GD — Gesellschaft für Dermopharmazie e.V.

   
 

Home
Ausgabe:
1/2015
1/2014
1/2013
1/2012
2/2011
1/2011
1/2010
1/2009
1/2008
2/2007
1/2007
2/2006
1/2006
2/2005
1/2005
2/2004
1/2004
2/2003
1/2003
2/2002
1/2002
4/2001
3/2001
2/2001
1/2001
1/2000
 
 
 
Weitere Links:
 
 
Gesellschaft für
Dermopharmazie
 
 
 
 
 

 
  Ausgabe 1 (2005)

Mitteilungen der GD
Erweiterung des derzeitigen Tätigkeitsspektrums

Neue Fachgruppe der GD wird sich um regulatorische Fragen kümmern


Im Rahmen der 9. GD-Jahrestagung fand am 14. März in Wien die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Dermopharmazie statt. Als größte Neuerung wurde die Einrichtung einer weiteren Fachgruppe beschlossen, die sich mit Fragen der Sicherheitsbewertung und Verkehrsfähigkeit von Dermatika, Kosmetika und sonstigen mit der Haut in Kontakt kommenden Stoffen und Produkten befassen wird. Außerdem wurde über die Mitgliederentwicklung, die wirtschaftliche Situation sowie über die umfangreichen Aktivitäten der Gesellschaft in den zurückliegenden Monaten berichtet.
Der GD-Vorsitzende Dr. Joachim Kresken hob in seinem Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft besonders die Veröffentlichung von Leitlinien und Stellungnahmen und die sonstige Öffentlichkeitsarbeit der GD hervor. Die Jahrestagung in Wien wurde von einer Pressekampagne begleitet, die insbesondere bei den österreichischen Publikumsmedien
auf großes Interesse stieß.

Themen der Pressearbeit waren moderne Systeme zur Förderung der Wundheilung, topische Immunmodulatoren gegen Neurodermitis, Biologicals gegen Psoriasis und das Engagement der GD für die dermopharmazeutische Qualitätssicherung. Außerdem wurde auf die überproportionale Belastung der Patienten mit Hautkrankheiten durch die Gesundheitsreform in Deutschland aufmerksam gemacht. Die Pressemitteilung hierzu findet sich auf Seite 10 in diesem Heft.


Anlässlich ihrer 9. Jahrestagung richtete die GD im altehrwürdigen Café Griensteidl in Wien eine gut besuchte Pressekonferenz aus. Als Experten standen den Journalisten (von links) der GD-Vorsitzende Dr. Joachim Kresken, der wissenschaftliche Tagungsleiter Professor Dr. Werner Aberer, der DDG-Generalsekretär Professor Dr. Thomas Luger und das GD-Vorstandsmitglied Professor Dr. Monika Schäfer-Korting zur Verfügung. Professor Luger informierte über Neuigkeiten zur Therapie des atopischen Ekzems mit Pimecolimus-Creme und Tacrolimus-Salbe. Nach seiner Auffassung gibt es für den geplanten Warnhinweis der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA, wonach durch die Anwendung dieser Präparate die Entstehung von Hauttumoren und Lymphomen begünstigt werden könnte, keine wissenschaftliche Rechtfertigung.


Neues aus den Fach- und
Arbeitsgruppen


Im Mittelpunkt der Versammlung standen wie in früheren Jahren die Berichte aus den Fachgruppen. In Vertretung von Fachgruppenleiter Dr. Karl- Heinz Nietsch berichtete Professor Dr. Monika Schäfer- Korting für die Fachgruppe Dermatopharmakologie über das am 25. November 2004 in Berlin ausgerichtete Symposium "Einsparung von Tierversuchen mit Humanhautmodellen".

Die Fachgruppe Dermatotherapie veranstaltete anlässlich der 9.GD-Jahrestagung wieder ein Symposium zur Gesundheitsökonomie in der Dermatologie (Bericht in der nächsten Ausgabe von DermoTopics). Außerdem wird zur Zeit eine Leitlinie zur Gesundheitsökonomie in der Psoriasistherapie erarbeitet, wie Fachgruppenleiter Professor Dr. Matthias Augustin erklärte. Weiterhin ist eine Online-Datenbank über dermatologische Krankheitskostenstudien geplant, wie sie bisher weltweit ohne Vorbild ist.

Für die Fachgruppe Dermokosmetik informierte deren Leiter Professor Dr. Rolf Daniels über die vor kurzem verabschiedete neue Leitlinie „Dermokosmetika zur Reinigung und Pflege der zur Akne neigenden Haut“, die auf den Seiten 30 bis 33 dieses Heftes abgedruckt ist. Zur 10. GDJahrestagung im nächsten Jahr in Münster bereitet die Fachgruppe ein Symposium vor, das sich mit Konzepten und Wirkstoffen im Zusammenhang mit der Hautalterung befassen wird.

Von der Fachgruppe Magistralrezepturen unter der Leitung von Apothekerin Rosemarie Eifler-Bollen wurden Dossiers zu zahlenmäßig bedeutsamen Wirkstoffen der dermatologischen Rezeptur erstellt, die vor kurzem als Empfehlung der GD unter der GD-Homepage (www.gd-online.de) veröffentlicht wurden. Außerdem richtete die Fachgruppe im Rahmen der 9. GD-Jahrestagung ein Symposium zum Stellenwert der dermatologischen Rezeptur in Österreich, Deutschland und der Schweiz aus (Bericht in der nächsten Ausgabe von DermoTopics).


Nach ausführlicher Diskussion beschloss die ordentliche Mitgliederversammlung der GD mit großer Mehrheit die Einrichtung einer neuen Fachgruppe unter dem Namen "Sicherheitsbewertung und Verkehrsfähigkeit". Damit hat die GD jetzt insgesamt fünf Fachgruppen.

Auf Initiative der von Professor Dr. Thomas L. Diepgen repräsentierten GD Task Force "Licht.Hautkrebs.Prävention" entstand die Leitlinie "Aktinische Keratose", die zusammen mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und anderen Organisationen erarbeitet und im Leitlinienregister der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veröffentlicht wurde.

Zur Zeit arbeitet die Task Force an einem neuen Internetangebot der GD zum UV-Schutz der Haut. Außerdem plant sie eine epidemiologische Studie zum hellen Hautkrebs.

Tätigkeitsspektrum der
neuen Fachgruppe

Die von der Mitgliederversammlung beschlossene neue Fachgruppe wird den Namen "Sicherheitsbewertung und Verkehrsfähigkeit" mit dem Untertitel "Risk Assessment and Regulatory Affairs" tragen. Diese Bezeichnung wurde nach ausgiebiger Diskussion in der Mitgliederversammlung und vorhergehenden Beratungen im Vorstand so gewählt, um sowohl Arzneimittel als auch Medizinprodukte, Kosmetika, Chemikalien und sonstige mit der Haut in Kontakt kommende Stoffe und Produkte in die Arbeit der Fachgruppe einzubeziehen.

Um den Aufbau der neuen Fachgruppe kümmert sich GDMitglied Dr. Jürgen Regenold, Badenweiler, der Experte auf dem Gebiet der weltweiten Zulassung von Dermatika ist und damit ein wichtiges Teilgebiet der zukünftigen Fachgruppenarbeit präsentiert.

Außerdem will sich die Fachgruppe mit methodischen und regulatorischen Fragen der sicherheitstoxikologischen Prüfung von Chemikalien beschäftigen. Diese Problematik ist aufgrund des geplanten neuen Chemikalienrechts der EU von hoher aktueller Bedeutung. Kernstück der geplanten Gesetzgebung ist das so genannte REACH-Verfahren, das für alle alten und neuen Chemikalien eine Registrierung, Evaluierung und Autorisierung vorsieht.

Wer in der neuen Fachgruppe der GD mitarbeiten möchte, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer ++49(0)7632/ 8226-0 oder der E-Mail-Anschrift juergen@regenold.de mit Dr. Regenold in Verbindung zu setzen.

nach oben

Juli 2005 Copyright © 2000 - 2016 ID-Institute for Dermopharmacy GmbH. Kontakt: webmaster@gd-online.de