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GD — Gesellschaft für Dermopharmazie e.V.

   
 

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  Ausgabe 1 (2006)

Dermopharmazie aktuell
Sicherheitstoxikologische Prüfung

Hautmodelle im Vormarsch


Seit Jahren ist es in allen Industrienationen ein erklärtes Ziel, für die sicherheitstoxikologische Prüfung von Industriechemikalien, Pflanzenschutzmitteln und Arzneimitteln die Zahl von Tierversuchen zu reduzieren. Gelingen könnte dies durch die Nutzung von Alternativmethoden, die auf biotechnologisch gewonnenen Humanhautmodellen basieren. Die Entwicklung eines solchen Verfahrens für die Prüfung der Hautpenetration steht kurz vor dem Abschluss.

Die Entwicklung der neuen Alternativmethode erfolgte im Rahmen eines interdisziplinären Verbundprojektes, das im September 2002 startete und aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. An dem Projekt waren Dermatologen, Pharmakologen, Pharmazeuten und Veterinäre folgender Einrichtungen beteiligt:

  • Freie Universität Berlin, Institut für Pharmazie
  • Universität des Saarlandes, Fachrichtung Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie
  • Technische Universität Braunschweig, Institut für Pharmazeutische Technologie
  • Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie
  • Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Berlin, ZEBET
  • Across Barriers GmbH, Saarbrücken
  • BASF AG, Ludwigshafen
  • Beiersdorf AG, Hamburg
  • Cognis Deutschland GmbH, Düsseldorf
  • Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik, Fraunhofer, Stuttgart

Nachdem zunächst Testvorschriften entwickelt, optimiert und hinsichtlich ihrer Reproduzierbarkeit verglichen wurden, konnte Ende letzten Jahres die einjährige Validierung des optimierten Testverfahrens erfolgreich zum Abschluss gebracht werden.

Wie die Sprecherin des Projekts, Professor Dr. Monika Schäfer-Korting vom Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin, erklärte, werden die Ergebnisse dieser Studie dem Europäischen Zentrum zur Validierung von Alternativmethoden (ECVAM) in Kürze zur unabhängigen Bewertung zugeführt. Es wird erwartet, dass die Methode dann im Rahmen der vor einiger Zeit verabschiedeten OECD-Prüfrichtlinie für die Bestimmung der Aufnahme von Fremdstoffen verwendet werden kann.

Begleitend zu der Verfahrensentwicklung wurde am Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin mit EU-Mitteln ein Trainingslabor zu biotechnologisch rekonstruierten humanen Hautmodellen aufgebaut. Wissenschaftler aus Industrie und Hochschulen aus ganz Europa können dort seit September 2005 anerkannte und in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien befindliche Alternativmethoden zum Tierversuch in Kursen kennen lernen. Weitere Informationen dazu finden sich unter der Internet-Adresse http://userpage.fu-berlin.de/~invitrot/. jk

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