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GD — Gesellschaft für Dermopharmazie e.V.

   
 

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Ausgabe März 2001

Dermatotherapie
Ungewöhnliche Kasuistik
Typ-I-Allergie auf ein systemisches H1-Antihistaminikum

über eine ungewöhnliche Kasuistik berichtet Dr. med. Irene Elser aus der dermatologischen Gemeinschaftspraxis Dr. med. Winfried Klövekorn/Dr. med. Antje Tepe, Gilching, in einer Mitteilung an DermoTopics: Bei ihr stellte sich eine 47-jährige Patientin mit allergischer Rhinitis vor, die laut eigener Angabe etwa zwei Stunden nach erstmaliger Einnahme des H1-Antihistaminikums Mizolastin (Mizollen® Filmtabletten) eine generalisierte Urtikaria mit starkem Pruritus, Schwindel, Kloßgefühl und Atemnot entwickelt hatte. Die Patientin wurde daraufhin in die Klinik eingewiesen, wo der Befund durch eine orale Expositionstestung unter stationären Bedingungen verifiziert wurde.
Ob die beobachtete anaphylaktische Reaktion auf den Wirkstoff Mizolastin oder aber auf einen der anderen Inhaltsstoffe des eingenommenen Arzneimittels erfolgte, ist nach Angaben Elsers bisher nicht geklärt. Der Sensibilisierungsweg gegen das Präparat sei wegen des Auftretens der allergischen Reaktion nach erstmaliger Einnahme nicht eruierbar gewesen. Weiterhin sei unklar, welches pathophysiologische Korrelat der Reaktion zugrunde lag, wobei auch eine Kreuzallergie gegen einen der Zusatzstoffe in Erwägung zu ziehen sei.

Die ungewöhnliche Kasuistik einer allergischen Reaktion auf ein modernes Antiallergikum solle zeigen, dass eine wie die von der Patientin beklagte Symptomatik trotz zunächst paradox erscheinender Wirkung ernst genommen werden sollte. Nur unter dieser Voraussetzung könnten lebensbedrohliche Zustände als Folge einer anaphylaktischen Reaktion auf ein solches Arzneimittel vermieden werden. (jk)

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