Suchen | Feedback | Inhalt | English
 
 
Organ der
 

GD — Gesellschaft für Dermopharmazie e.V.

   
 

Home
Ausgabe:
1/2015
1/2014
1/2013
1/2012
2/2011
1/2011
1/2010
1/2009
1/2008
2/2007
1/2007
2/2006
1/2006
2/2005
1/2005
2/2004
1/2004
2/2003
1/2003
2/2002
1/2002
4/2001
3/2001
2/2001
1/2001
1/2000
 
 
 
Weitere Links:
 
 
Gesellschaft für
Dermopharmazie
 
 
 
 
 

 
  Ausgabe 2 (2003)

Dermokosmetik
Phytohormonhaltige Pflegecremes
Erprobt gegen die Zeichen der intrinsischen Hautalterung


Mit dem Einsetzen der Menopause stellen viele Frauen einen Verlust ihrer Haut an Frische und Spannkraft fest. Dieser auf die nachlassende Östrogenbildung zurückzuführende Prozess der intrinsischen Hautalterung erweckt Bedarf nach Pflegeprodukten, die den Zeichen der Zeit entgegenwirken. Als Ergebnis intensiver Forschungsanstrengungen werden heute zahlreiche Kosmetika angeboten, die den Anspruch erheben, der Haut ein jugendlich-frisches Aussehen zu bewahren. Hierzu gehören zum Beispiel Intensivpflegecremes auf der Basis von Phytohormonen. Wie diese Cremes wirken und aus dermatologischer Sicht zu beurteilen sind, fragte DermoTopics den niedergelassenen Hautarzt Dr. med. Nikolaus Fischer aus München.

DermoTopics:
Welchen konkreten Einfluss haben Östrogene auf das Hautbild?

Dr. Fischer:
Ein ausgeglichener Östrogenhaushalt ist mit entscheidend für das jugendlich-frische Aussehen der Haut. Östrogene regen die Hauterneuerung an, fördern die Durchblutung und beeinflussen den Kollagengehalt des Bindegewebes. Bei einem Östrogenmangel kommt es zu den typischen Zeichen der intrinsischen Hautalterung: Die Haut kann weniger Feuchtigkeit speichern, sie wird merklich dünner, trockener und blasser und neigt zur Faltenbildung.

DermoTopics:
Welchen konkreten Einfluss haben Östrogene auf das Hautbild?

Dr. Fischer:
Ein ausgeglichener Östrogenhaushalt ist mit entscheidend für das jugendlich-frische Aussehen der Haut. Östrogene regen die Hauterneuerung an, fördern die Durchblutung und beeinflussen den Kollagengehalt des Bindegewebes. Bei einem Östrogenmangel kommt es zu den typischen Zeichen der intrinsischen Hautalterung: Die Haut kann weniger Feuchtigkeit speichern, sie wird merklich dünner, trockener und blasser und neigt zur Faltenbildung.

DermoTopics:
Was können Frauen tun, um auch nach Eintreten der Menopause eine jugendliche Ausstrahlung ihres Teints zu erhalten?

Dr. Fischer:
Die Menopause ist eine sensible Phase - viele Frauen empfinden sie als plötzlich einsetzenden Alterungsprozess. Es verwundert also nicht, wenn sie den Wunsch äußern, den Zeichen der Zeit entgegenzuwirken. Bestimmte, als Phytohormone bezeichnete Pflanzenstoffe können den Prozess der intrinsischen Hautalterung verlangsamen und den Teint merklich verbessern. Ebenso wie unser Organismus nutzen auch Pflanzen bestimmte Substanzen, um biologische Abläufe wie beispielsweise Wachstumsprozesse zu steuern. Die Phytohormone haben jedoch in Aufbau und Struktur nichts mit menschlichen oder tierischen Hormonen gemeinsam –sie sind im Allgemeinen bei vergleichbarer Wirkung sehr gut verträglich. Frauen, die eine sanfte und schonende Alternative zu östrogenhaltigen Präparaten suchen, empfehle ich daher, ihre Haut mit einer phytohormonhaltigen Creme zu pflegen.

DermoTopics:
Welche Phytohormone eignen sich besonders gut für die Pflege reifer Haut?

Dr. Fischer:
Besonders reich an Phytohormonen ist die Sojapflanze. Man hat festgestellt, dass Frauen in asiatischen Ländern wie Japan oder China, wo viele Sojaprodukte verzehrt werden, die Wechseljahre unbeschwerter erleben als Frauen hier zu Lande. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Phytohormone aus der Sojapflanze auch äußerlich angewendet eine hohe Wirksamkeit zeigen: Entsprechende, nach modernen Verfahren hergestellte Pflegeprodukte fördern unter anderem die Stabilität und Dichte des Bindegewebes und tragen so dazu bei, der Faltenbildung vorzubeugen und der Haut ihr jugendliches Aussehen zu bewahren.


Zahlreiche Gesichtspflegecremes erheben den Anspruch, der Haut ein jugendlich-frisches Aussehen zu bewahren. Gegen die Zeichen der intrinsischen Hautalterung empfiehlt der Dermatologe Dr. med. Nikolaus Fischer, Intensivpflegecremes auf der Basis von Phytohormonen zu verwenden.

DermoTopics:
Gibt es andere kosmetische Wirkstoffe, die diese Effekte der Phytohormone sinnvoll ergänzen oder verstärken können?

Dr. Fischer:

Aus der Phytotherapie ist bekannt, dass sich pflanzliche Wirkstoffe in ihrer Wirkung gegenseitig stimulieren können. Dieses Prinzip gilt offensichtlich auch für bestimmte Kombinationen pflanzlicher Wirkstoffe, die für kosmetische Zwecke verwendet werden. So lassen sich die Pflegeergebnisse der Phytohormone aus der Sojapflanze durch die Kombination mit einer speziellen Zubereitung aus der Pflanze Centella asiatica optimieren. Diese Pflanze wächst zum Beispiel in Madagaskar, Thailand und Indonesien und wird dort seit über 3000 Jahren in der traditionellen Medizin zur Wundheilung angewendet. Die für kosmetische Zwecke verfügbare Zubereitung aus dieser Pflanze beschleunigt die Erneuerung des Bindegewebes der menschlichen Haut und stellt damit eine sinnvolle Ergänzung zu den Effekten der Phytohormone aus der Sojapflanze dar. Gesichtspflegecremes, die das gemeinsame Potenzial von Soja und Centella asiatica nutzen, steigern nachweislich die Produktion von Kollagen im Gewebe, wodurch die Haut sichtbar glatter und straffer erscheint.

Dermo
Topics:
Was ist bei der Anwendung solcher Cremes zu beachten?

Dr. Fischer:
Zu Schwankungen im Östrogenspiegel und ersten Anzeichen der intrinsischen Hautalterung kann es bereits vor Einsetzen der Menopause kommen. Um auszuschließen, dass Symptome wie Trockenheit, nachlassende Spannkraft oder stumpfer, blasser Teint die Folge einer Erkrankung oder ungeeigneter Reinigungs- und Pflegegewohnheiten sind, empfiehlt sich eine hautärztliche Untersuchung. Dabei sollte gemeinsam mit der Patientin entscheiden werden, wie sich das Hautbild verbessern lässt. Bei hormonell bedingten Veränderungen ist es ratsam, Gesicht, Dekolleté und Hals ein- bis zweimal täglich mit einer phytohormonhaltigen Intensivpflegecreme wie Fadiamone® zu behandeln. Diese Creme enthält neben Phytohormonen aus der Sojapflanze auch die angesprochene Zubereitung aus der Pflanze Centella asiatica. Sie zeichnet sich außer durch ihre hohe Wirksamkeit auch durch eine ausgesprochen gute Verträglichkeit aus. Da die meisten Frauen phytohormonhaltige Cremes über längere Zeiträume anwenden möchten, ist es besonders wichtig, dass diese keine Hautreizungen oder Kontaktsensibilisierungen auslösen.

Dermo
Topics:
Welche Erfahrungen wurden bisher mit phytohormonhaltigen Pflegecremes gemacht?


Dr. med. Nikolaus Fischer, München


Dr. Fischer:
Aus meiner Praxis weiß ich, dass viele Frauen von den positiven Veränderungen der Hautstruktur und des Teints, die von solchen Cremes ausgehen, angenehm überrascht sind. Beachtliche Erfolge zeigen sich sogar noch bei bereits vorhandenen Strukturveränderungen. In einer in Frankreich durchgeführten Studie bestätigten 88 Prozent der befragten Frauen, dass sich das Erscheinungsbild ihrer Haut verbessert habe: Der Feuchtigkeitsgehalt normalisierte sich, die Haut wurde geschmeidiger, ebenmäßiger und strahlender, Fältchen bildeten sich zurück. Auch der positive Einfluss auf die für Elastizität und Spannkraft wichtige Kollagenbildung ist nachgewiesen. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass phytohormonhaltige Pflegecremes eine gute Lösung bieten, die Vitalität der Haut zu erhalten.

DermoTopics: Herr Dr. Fischer, wir danken Ihnen für das Gespräch. (jk)

nach oben

Dezember 2003 Copyright © 2000 - 2016 ID-Institute for Dermopharmacy GmbH. Kontakt: webmaster@gd-online.de