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  Ausgabe 1 (2009)

Dermopharmazie aktuell
Forsa-Umfrage ergab überraschende Ergebnisse

Risikofaktoren für Hauterkrankungen werden oft falsch eingeschätzt


90 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass eine schöne Haut wichtig für das gesundheitliche Wohlbefinden ist. Wie stark sich jedoch verschiedene Risikofaktoren auf die Haut auswirken – darüber herrscht zum Teil noch große Unkenntnis. Dies ergab eine bundesweite Befragung von 1.000 repräsentativ ausgewählten Personen, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Hautklinik am Universitätsklinikum Charité in Berlin und der Firma Intendis GmbH durchführte. Danach leiden derzeit 17 Prozent der Befragten unter einer Erkrankung der Haut. 94 Prozent sind der Meinung, dass man Hauterkrankungen genauso ernst nehmen müsse wie die Erkrankungen anderer Organe.
Doch während 90 Prozent richtigerweise davon ausgehen, dass insbesondere übermäßige Sonneneinstrahlung negative Folgen für die Haut haben kann, wird der Einfluss von Faktoren wie Luftverschmutzung oder bestimmten Chemikalien in der Kleidung deutlich überschätzt. Konkret glauben 87 Prozent der Bundesbürger, dass sich der Kontakt mit Umweltgiften negativ auf die Haut auswirke, und drei Viertel der Befragten vermuten bestimmte Substanzen in der Kleidung als mögliche Ursache für Hautprobleme.

„Tatsächlich spielen derartige Faktoren allerdings kaum eine Rolle“, widerspricht Professor Dr. Wolfram Sterry, Direktor der Klinik für Dermatologie an der Berliner Charité. „Die Angst vor bestimmten Stoffen in der Umwelt oder in Kleidungsstücken ist – zumindest aus dermatologischer Sicht – vergleichsweise unbegründet.“

Rauchen wird als
Risikofaktor unterschätzt
Immerhin 77 Prozent der Befragten sehen im Rauchen eine Negativ-Belastung für die Haut. Damit nimmt der „blaue Dunst“ auf der Ursachenskala der Bevölkerung Rang vier ein – unmittelbar hinter der ungesunden Ernährung. Aus dermatologischer Sicht müssten jedoch auch hier die Risiken deutlich anders gewichtet werden.

„Glücklicherweise ist es mittlerweile auch in der öffentlichkeit bekannt, dass Rauchen negative Auswirkungen auf die Haut hat“, so Dr. Eugene O‘Keefe, Leiter der weltweiten Entwicklungsabteilung der Intendis GmbH. „Tatsächlich ist dieser Risikofaktor wesentlich gravierender als zum Beispiel ungesunde Ernährung oder eine ungünstige Veranlagung. Rauchen ist für die Haut fast genauso schädlich wie direkte Sonneneinstrahlung. Dies wird zum Teil noch immer deutlich unterschätzt.“

Professor Dr. Wolfram Sterry, Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Berliner Charité, war überrascht von den Ergebnissen einer Forsa-Umfrage zu den Risikofaktoren von Hauterkrankungen. Das Bild zeigt ihn bei einem Vortrag anlässlich der 12. GD-Jahrestagung 2008 in Berlin.

Unterschiede im Hautbewusstsein
von Männern und Frauen
Vor allem im Hinblick auf die persönlichen Lebensgewohnheiten ergab sich ein deutlicher Unterschied zwischen den befragten Männern und Frauen: So achten Frauen weit häufiger als Männer darauf, keinen Sonnenbrand zu bekommen, sie rauchen seltener als Männer und gehen häufiger zum Hautarzt.

Dagegen sind sich beide Geschlechter einig, dass schöne Haut wichtig für das gesundheitliche Wohlbefinden ist (90 Prozent). 71 Prozent der Frauen meinen, diese Frage spiele insbesondere in der Partnerschaft eine Rolle (Männer: 66 Prozent). Männer halten schöne Haut für besonders wichtig im Beruf (54 Prozent) – eine Meinung, die nur 40 Prozent der Frauen teilen.

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