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GD — Gesellschaft für Dermopharmazie e.V.

   
 

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  Ausgabe 2 (2006)

Mitteilungen der GD
Reaktion auf die Auswirkungen der Gesundheitsreform

GD baut ein bundesweites Netzwerk „hautkompetenter“ Apotheken auf


Durch die Neuregelungen der 2004 in Kraft getretenen Gesundheitsreform sind die öffentlichen Apotheken in Deutschland für viele Menschen mit dermatologischen Problemen zur ersten Anlaufstelle geworden. Als Reaktion darauf hat die Gesellschaft für Dermopharmazie damit begonnen, ein bundesweites Netzwerk „hautkompetenter“ Apotheken aufzubauen. Diese Apotheken sollen nach erfolgter Qualifizierung im Konsens mit den Dermatologen ein an der evidenzbasierten Medizin orientiertes Beratungskonzept umsetzen und sich an Umfragen der dermatologischen Versorgungsforschung beteiligen. Begleitet wird das Projekt von einem neuen Internet-Portal, das unter der Adresse www.hautapotheke.de im Frühjahr 2007 freigeschaltet wird.

Wie der GD-Vorsitzende Dr. Joachim Kresken anlässlich der 10. Jahrestagung der Gesellschaft am 4. und 5. April 2006 in Münster erklärte, sei in den Apotheken spürbar geworden, dass notwendige Dermatika von vielen Hautkranken nur noch reduziert oder gar nicht mehr angewendet werden. Verantwortlich dafür seien die überproportional hohen zusätzlichen Kostenbelastungen, denen Hautkranke durch die Zuzahlungserhöhungen und den weitgehenden Wegfall der Erstattungsfähigkeit nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel ausgesetzt wurden.

Auch komme es immer häufiger vor, dass Menschen mit einem Hautproblem zwecks Einsparung der Praxisgebühr auf einen Arztbesuch verzichteten und eine Selbstmedikation durchführen wollten, für die sie vom Apotheker die Empfehlung eines geeigneten Präparates erwarteten. Um in solchen Situationen fundiert beraten zu können, benötige der Apotheker ein klares Konzept mit Entscheidungshilfen, wann und mit welchen Mitteln er einen Selbstmedikationsversuch empfehlen und in welchen Fällen er von einer Selbstmedikation abraten solle.

In einem Vortrag im Rahmen des Symposiums „Gesundheitsökonomie in der Dermatologie“ anlässlich der 10. GD-Jahrestagung in Münster stellte der GD-Vorsitzende Dr. Joachim Kresken die Gründe und den Zeitplan für den Aufbau des geplanten Apothekennetzwerks der GD vor.

Qualifizierung zur
Hautapotheke


Für diese verantwortungsvolle Aufgabe wolle die GD interessierte Apotheken qualifizieren und nach erfolgter Qualifikation zu einem Kompetenznetzwerk zusammenführen. Teil des Konzeptes sei, dass bei Unklarheiten direkt an den Dermatologen als den Experten für Hautkrankheiten verwiesen werden soll.

Das Netzwerk soll ein Zusammenschluss von öffentlichen Apotheken als Institutionen und nicht von Einzelpersonen werden. Aufgenommen wird jede öffentliche Apotheke in Deutschland, sobald deren Leiter oder ein approbierter Mitarbeiter ein entsprechendes Zertifikat der GD erworben hat. Voraussetzungen für den Erwerb des Zertifikats sind die Teilnahme an einem ganztägigen kostenpflichtigen Qualifizierungsseminar und die ordentliche Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Dermopharmazie.

Startschuss im
November in Berlin


Schwerpunktthema der Qualifizierungsseminare sind die evidenzbasierte Therapie und das interdisziplinäre Management von häufig in der Apotheke anzutreffenden Dermatosen. Außerdem werden Fragen zum Einsatz und zur Auswahl von Dermokosmetika bei verschiedenen Hautzuständen behandelt. Teilnahmeberechtigt sind neben Apothekenleitern und angestellten Apothekern auch andere pharmazeutische Mitarbeiter. Von den Seminarteilnehmern wird erwartet, dass sie die wesentlichen Inhalte des Seminars an alle in die Hautberatung einbezogenen Mitarbeiter ihrer Apotheke weitervermitteln.

Das erste Qualifizierungsseminar, zu dem sich bis Mitte Juli schon 40 Apothekerinnen und Apotheker aus ganz Deutschland angemeldet hatten, wird am 12. November 2006 in Berlin stattfinden. Referenten sind die Dermatologen Professor Dr. Matthias Augustin, Dr. Walter Wigger-Alberti, beide Hamburg, und Professor Dr. Hans Christian Korting, München, sowie der GD-Vorsitzende Apotheker Dr. Joachim Kresken, Viersen. Anmeldeunterlagen und das Programm finden sich unter der Internet-Adresse www.gd-online.de.

Einbeziehung in die
Versorgungsforschung

Neben der Umsetzung eines einheitlichen Beratungskonzepts sollen die im Netzwerk vereinigten Apotheken die dermatologische Versorgungsforschung unterstützen, indem sie sich an Umfragen zur Versorgungssituation bei verschiedenen Hautkrankheiten beteiligen. Die vorgesehenen Umfragen werden in Abstimmung mit der GD vom Zentrum für dermatologische Versorgungsforschung (CVderm) durchgeführt, das unter der Leitung von Professor Augustin im Oktober 2005 an der Universitäts-Hautklinik Hamburg-Eppendorf eingerichtet wurde.

Geplant sind bis zu vier Apothekenumfragen im Jahr mit jeweils 10 Fragebögen pro Apotheke. Für das Ausfüllen der Fragebögen erhalten die Apotheken Wertgutscheine, die sie bei Teilnahme an einer Jahrestagung der GD in Zahlung geben können. Vorgestellt werden die geplanten Umfragen im Rahmen der Qualifizierungsseminare.

Internet-Portal
hautapotheke.de

Parallel zum Aufbau des Apothekennetzwerks wird die Gesellschaft für Dermopharmazie unter der Anschrift www.hautapotheke.de ein neues Internet-Portal mit vielfältigen Informationen zu Fragen der Vorbeugung und Behandlung von Hauterkrankungen aufbauen. Über eine dort eingerichtete Suchfunktion können die Apotheken des Netzwerks gefunden und im Bedarfsfall direkt kontaktiert werden.

Auf Wunsch der Apotheke wird deren eigene Homepage mit dem neuen Internet-Portal verlinkt. Über die Inhalte des Portals sowie über sämtliche Aktualisierungen werden die Netzwerkapotheken durch einen Newsletterservice jeweils vorab informiert. Die Teilnahme an dieser kostenpflichtigen Zusatzleistung ist freiwillig.

Information der
Öffentlichkeit

Über ihre etablierten Kommunikationswege wird die GD die Öffentlichkeit sowohl über das Netzwerk als auch über das neue Internet-Portal www.hautapotheke.de ausführlich informieren. Begonnen wurde damit bereits im Rahmen der Pressearbeit anlässlich der 10. GD-Jahrestagung in Münster.

Als Reaktion darauf wurde das Netzwerk bereits in einigen Publikumsmedien angekündigt, zum Beispiel in der Apotheken-Umschau, der auflagenstärksten Apotheken-Kundenzeitschrift. Fortgesetzt wird die Pressearbeit nach der Freischaltung des neuen Internet-Portals im Frühjahr 2007. Apotheken, die bis dahin qualifiziert sind, können dann schon unter der Suchfunktion gefunden werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Netzwerk „Hautkompetente Apotheken“ finden sich unter der Internet-Adresse www.gd-online.de. Ansprechpartner für Fragen und Anregungen ist der GD-Vorsitzende Dr. Joachim Kresken, Telefon: 02162/67454, E-Mail: joachim.kresken@gd-online.de.

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