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GD — Gesellschaft für Dermopharmazie e.V.

   
 

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  Ausgabe 2 (2002)

Dermokosmetik

Neuartige Gelsysteme
Viele Einsatzmöglichkeiten in der Dermokosmetik


Gele spielen neben Cremes und Lotionen eine wichtige Rolle als Grundlagen kosmetischer und dermatologischer Externa. Unterschieden wird zwischen klaren bis opaken Hydrogelen, cremig aussehenden Hydrodispersionsgelen und wasserfreien Oleogelen. Von jedem dieser Formulierungstypen gibt es zahlreiche Neuentwicklungen, die Vorteile in Bezug auf ihre physikalisch-chemischen und ihre hautphysiologischen Eigenschaften aufweisen.

Über die Einsatzmöglichkeiten dieser neuartigen Gelsysteme informierte Professor Dr. Rolf Daniels, Institut für Pharmazeutische Technologie der Universität Braunschweig, in einem Vortrag beim GD-Symposium „Wirkungen von Dermokosmetika“ am 17. Oktober 2001 in Düsseldorf. Physikalisch-chemisch betrachtet sind Gele disperse Systeme, die aus mindestens zwei Komponenten – einer Feststoffkomponente und einer Flüssigkeit – bestehen. Die Feststoffkomponente bildet ein kohärentes dreidimensionales Gerüst, während die Flüssigkeit als kohärentes Medium in der Matrix immobilisiert vorliegt.

Wasserfreie Oleogele

Oleogele bestehen aus einer lipophilen flüssigen Phase. Als Gelbildner werden neben Bentonit und Siliciumdioxid neuerdings auch ein spezielles Copolymergemisch eingesetzt. Dieses bildet zusammen mit flüssigen Lipiden hochtransparente klare Gele aus, die sich als Grundlagen für verschiedenste kosmetische Formulierungen eignen. Da die Viskosität dieser Formulierungen im Bereich der Hauttemperatur abnimmt, wird eine gleichmäßige Verteilung der Produkte auf der Haut begünstigt. Im Vergleich zu ihren Lipidphasen weisen Oleogele eine höhere Substantivität mit länger andauernder Reduktion des transepidermalen Wasserverlustes auf. Außerdem haben sie gute Stabilisierungseigenschaften für Suspensionen und verhindern auch bei höheren Temperaturen die Sedimentation von Feststoffen, wie Zinkoxid.

Hydrodispersionsgele

Hydrodispersionsgele bestehen aus einer hydrophilen kontinuierlichen und einer lipophilen dispersen Phase. Neue Perspektiven eröffnen Hydrodispersionsgele, bei denen als Gelbildner Hypromellose anstelle der standardmäßig verwendeten Polyacrylate oder Polyacrylat/Polyalkylacryl-Crosspolymere eingesetzt wird. Dieser Gelbildner ermöglicht die Herstellung von Hydrodispersionsgelen mit Teilchengrößen im Submikronbereich, denen problemlos sowohl Alkohol als auch Elektrolyte zugeführt werden können. Mit Hypromellose stabilisierte Nanoemulsionen lassen sich problemlos versprühen und ohne Qualitätsverlust im Endbehältnis sterilisieren. Letzteres eröffnet die Möglichkeit, auf Konservierungsmittel zu verzichten. (jk)

In dieser Ausgabe 2/2002 des E-Journals von DermoTopics (www.dermo-topics.de) finden Sie unter den Titeln „Multifunktionelle Emulsionssysteme“ und „Neuartige Gelsysteme“ ausführliche Beiträge über die Inhalte der Vorträge, die Dr. Armin Wadle und Professor Dr. Rolf Daniels beim GD-Symposium „Wirkungen von Dermokosmetika“ am 17. Oktober 2001 in Düsseldorf hielten.


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